Internetkriminalität

Phishing-Seiten gaukeln mit grünem Schloss Sicherheit vor

Für viele Internet-Nutzer sind Phishing-Seiten nur schwer zu identifizieren, denn Betrüger greifen zu vielfältigen Tricks, um vertrauenswürdig zu wirken. Dazu gehört unter anderem das grüne Schloss in der Adresszeile. Wofür steht es wirklich?

Cybersicherheit
Das grüne Vorhängeschloss in der Adresszeile sagt nichts über die Vertrauenswürdigkeit der Inhalte auf einer Webseite aus. Foto: Lino Mirgeler Foto: dpa

Hannover (dpa/tmn) - Von einem grünem Schloss in der Adressleiste ihres Browsers sollten sich Internetnutzer nicht in Sicherheit wiegen lassen. Denn dieses Zeichen zeigt nicht an, dass eine Website sicher ist.

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Signalisiert wird damit nur, dass der Datenverkehr, den der Nutzer mit der Seite hat, verschlüsselt ist und nicht von Dritten mitgelesen werden kann. Dazu kommt, dass laut eines Sicherheitsforschers mehr als die Hälfte der Phishing-Seiten im Netz so ein grünes Schloss nutzen, um für die Nutzer vertrauenswürdig zu scheinen, wie »heise online« berichtet.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass für Phishing-Seiten häufig gesicherte Verbindungen (HTTPS) verwendet werden, um Sicherheit vorzugaukeln.

Nutzern bleiben nur Wachsamkeit und Misstrauen, um sich dagegen zu wappnen. So können Phishing-Seiten dem Original oft sehr ähnlich sein, aber unübliche Zusätze etwa in Form von Zahlen enthalten, so das BSI, das online eine umfassende Liste zum Erkennen von Phishing bereitstellt.

Phishing ist ein Kunstwort und meint das Abfischen von Passwörtern (Password fishing). Dafür fälschen Betrüger zum Beispiel Internetseiten, auf denen sie die Eingabe persönlicher Daten wie Passwort oder Kreditkartennummer verlangen. Oft schicken sie auch E-Mails, um Nutzer auf die gefälschten Seiten zu locken. Erkennen sie diese Masche nicht, geben sie ihre Daten dort an die Betrüger weiter.

Bereicht "Heise Online"

Tipps des BSI zum Erkennen von Phishing