Streaming-Abzocke

Internetsuche kann zu unseriösen Streamingseiten führen

Die Webseite sieht gleich aus, nur die Adresse ist anders: die Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor unseriösen Streamingdiensten, die sich nach der Testversion automatisch in ein Jahresabo wandeln und mit Mahnschreiben Druck aufbauen.

Unseriöse Streamingdienste im Netz
Hinter einigen Streamingdiensten stecken unseriöse Anbieter. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor fragwürdigen Film-Streamingseiten, auf die Verbraucher meist über Suchmaschinen geraten.

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Die sich optisch stark ähnelnden Seiten mit wechselnden Adressen und Anbietern aus Großbritannien böten eine nur fünftägige kostenlose Testphase an, die sich automatisch in ein teures Jahresabo umwandelt.

Teils funktioniere aber noch nicht einmal die Anmeldung richtig, oder man könne auch nach der Registrierung keine Filme oder Serien streamen. Den verwunderten Nutzern flatterten mitunter trotzdem einschüchternde Mahnschreiben über Hunderte Euro ins Haus.

Wer sich nicht sicher ist, ob ein Streaming-Anbieter seriös ist oder nicht, kann etwa auf einer Informationsseite des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen nachschauen, die fragwürdige Seiten auflistet.

Zudem dauere die Testphase bei seriösen Anbietern meist einen Monat, und die Abos ließen sich online problemlos mit wenigen Klicks kündigen, erklären die Verbraucherschützer. Und wer die Kündigung vergisst, bezieht den jeweiligen Dienst nicht gleich automatisch ein ganzes Jahr weiter, sondern kann in aller Regel monatlich kündigen.

Streaming-Warnliste des vzbv