Berchtesgadener Ringerinnen in der Bundeshauptstadt erfolgreich

Stefanie Benischke Vize-Meisterin

In Berlin fanden im Sportzentrum Adlershof die deutsche Meisterschaft im Ringen der weiblichen Jugend statt. Die Berchtesgadener Ringerinnen Stefanie Benischke und Verena Wimmer traten dabei für die Landesmannschaft Bayern an.

Glücklich über ihr Ergebnis: Stefanie Benischke (l.) und Verena Wimmer. (Foto: privat)

Stefanie Benischke hatte in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm neun Kontrahentinnen. In diesem Turniermodus werden die Athletinnen in zwei Gruppen (Pools) aufgeteilt, die untereinander eine Rangordnung ausringen und im Finale dann jeweils parallel gegeneinander antreten. Somit musste sie im Pool A viermal ringen, wobei die erste Runde bereits am Freitagabend stattfand. Benischke konnte einen klaren 8:2-Punktsieg erkämpfen und war so schon einmal gut gestartet.

Am folgenden Tag setzte sich dieser Trend fort, auch ihrer zweiten Gegnerin ließ sie bei einem 8:0-Punktsieg keine Chance. Im nächsten Kampf gelang ihr in der zweiten Runde sogar ein Schultersieg beim Punktestand von 8:0. Die letzte Verbliebene im Pool, die spätere Drittplatzierte Noemi Lerma vom Landesverband Hessen, erlitt dasselbe Schicksal: Sie musste sich der jungen Schönauerin auf Schulter geschlagen geben. Somit hatte die Ringerin vom TSV alle Kämpfe gewonnen und musste im Finale um den Titel gegen die Erstplatzierte aus Pool B, Gerda Barth vom FC Erzgebirge Aue, antreten. Diese war ihr als Einzige überlegen und gewann mit 0:14. »Ich war schon ziemlich kaputt und müde vom Turnier«, so Benischke, »sie war von der Kraft her stärker«. Dennoch sei sie überglücklich über ihren Vizemeistertitel und mit ihren Kämpfen sehr zufrieden.

Ebenfalls zufrieden mit dem Turnier konnte Verena Wimmer in der nächsthöheren Gewichtsklasse bis 65 kg sein. Die Ausgangslage war ähnlich: Auch sie hatte neun Gegnerinnen und konnte in der ersten Runde am Vorabend einen Punktsieg erringen (5:3). Dann musste sie jedoch gegen die spätere Deutsche Meisterin Lena Rösler aus Nordrhein Westfalen antreten, und wurde beim Stand von 4:7 im Kopfzug geschultert.

Im dritten Kampf musste sie abermals eine Schulterniederlage hinnehmen und war damit Dritte im Pool. Im Finalkampf um Platz 5 verlor sie nach Punkten mit 0:12 und war damit Sechstplatzierte.

Insgesamt eine erfolgreiche Deutsche Meisterschaft für den TSV Berchtesgaden, beim Turnier repräsentiert durch Betreuer Hans Preinfalk. Auch die Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, Matthias Fornoff (ASC Bindlach) und Raymund Edfelder (SC Anger), zeigten sich zufrieden, errangen die Bayern doch den zweiten Platz in der Länderwertung. Alex Wimmer