Schulleiterin Michaela Märzendorfer gibt Teisendorfer Entlassschülern Worte des Dalai Lama mit auf den Weg

»Seid glücklich durch mutiges Handeln im Alltag«

Teisendorf – Ihren großen Tag feierten die Klassen 9b, 9c, 10aM und 10bM gemeinsam: 91 junge Menschen wurden nun mit einem Gottesdienst mit Kaplan Mario Haberl und einer Feier im Poststall mit ihren Familien aus der Franz-von-Agliardis Mittelschule Teisendorf verabschiedet.

Die geehrten besten Absolventen sind (von links) die Zehntklässler Julian Köppel, Alexander Wolfgruber und Matthias Kozak sowie die Neuntklässler Michelle Göttl, Johannes Hogger und Johannes Bartl. (Foto: Mergenthal)

Schulleiterin Michaela Märzendorfer beglückwünschte die Absolventen: Von 57 Teilnehmern der neunten Klasse inklusive der M-Schüler der 9aM, die zur zusätzlichen Prüfung für den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule angetreten sind, hätten 53 die Prüfung geschafft. »Das ist echt super!« Und bei den Zehnten dürfe sie allen 34 angetretenen Schülern zur bestandenen Prüfung und zum Mittleren Schulabschluss gratulieren. »Bravo!«

Die Rektorin verglich die Schulzeit mit einer Zugreise – »der Zug 'Schule' fuhr erst langsam, wurde aber immer schneller. So manches glitt an den Fenstern vorbei. Vieles sah und erkannte man nicht mehr. Man lieferte sich den Lokführern aus, die Schaffner sorgten für Ordnung. 'Die werden es schon machen', dachte man sich als Schüler beziehungsweise Fahrgast und lehnte sich bequem zurück....«. Der Bahnhof »Schulabschluss« sei erreicht, nun könne die nächste Fahrt beginnen: der Start ins Berufsleben. Die Ausbildungsverträge seien unterschrieben oder die Schüler seien im sozialen oder pflegerischen Bereich an Schulen angemeldet.

»Unser Handeln im Alltag bestimmt, ob wir glücklich sind oder nicht« – dieses Wort des Dalai Lama gab sie den jungen Leuten mit auf den Weg. Sie ermutigte sie, glücklich zu sein, sich mutig im Alltag den Aufgaben zu stellen. »Baut eure Schwächen ab und macht was aus euren Stärken. Lasst Träume zu«. Auch zum Erkunden anderer Länder und Kulturen, zum aktiven Mitgestalten der Welt als mündige Bürger und zum Bewahren der Menschen- und Grundrechte forderte sie sie auf.

Bürgermeister Thomas Gasser riet den Absolventen, zwei Behälter auf dem Weg immer dabei zu haben: eine Mülltüte, in die sie alles werfen können, was sie auf dem Weg blockiert, wie Angst vor Neuem, Krankheit oder Intoleranz, und eine Schatzkiste für alles Wertvolle, wie Eltern und Freunde, eigene Träume, ein Ehrenamt, Hilfsbereitschaft oder Zeit füreinander. Gute Gedanken gab ihnen auch Elternbeiratsvorsitzende Elisabeth Hogger mit.

Viel Applaus erhielten die vier Klassenlehrer Veronika Resch (9b), Michael Schreiner (9c), Konrektor Andreas Grasser (10aM) und Markus Furtner (10bM) für ihre Theatereinlage einer Lehrer-Selbsthilfegruppe. Nach-einander verriet jeder auf der Psychocouch seine tiefer liegenden Probleme, etwa mit der Neugier der Schüler am Privatleben und der Kinderplanung, mit dem begrenzten Getränkeangebot im Lehrerzimmer – kein Kaba! –, oder mit der bei den Teenagern beliebten Couch im Klassenzimmer, die oft attraktiver ist als das Angebot des Lehrers. Einer litt am meisten unter dem Zeugnis, das ihm seine Klasse am Ende ausstellte: »Im Fach 'Style' habe ich nur eine Drei bekommen!«

Alle vier verabschiedeten sich mit persönlichen Worten von ihren Schülern und überreichten zu Fotos aus der Kindheit und der Jetztzeit die Zeugnisse. Ehrenamtlich engagierte Schüler sowie die jeweils drei Jahrgangsbesten erhielten Eisgutscheine. Bei den Neunten schafften Michelle Göttl (9b), Johannes Bartl (9c) und Johannes Hogger (9c) beim Qualifizierenden Abschluss jeweils den Notenschnitt 1,9. Bei den Zehnten wurden aus der 10 aM Matthias Kozak (Notenschnitt 1,22) sowie aus der 10bM Alexander Wolfgruber (1,33) und Julian Köppel (1,44) geehrt.

Aufgelockert wurde das Programm durch Musikeinlagen und Präsentationen von Abschlussfahrten. Die Wertschätzung der Jugendlichen für die kameradschaftliche Begleitung ihrer Lehrer brachten persönliche Abschiedsworte und Geschenke zum Ausdruck. Mit dem von allen gesungenen »Ein Hoch auf uns« von Andreas Bourani klang der offizielle Teil aus. vm