Richard Kalahur ist seit 40 Jahren Chorleiter – 2018 musikalisch sehr erfolgreich, wirtschaftlich weniger

Sängerchor Traunreut hat einen neuen Vorstand

Traunreut – Der Sängerchor Traunreut zog bei seiner Jahreshauptversammlung musikalisch eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. In der Kasse war allerdings ein Defizit zu verbuchen. Andrea Bonfig-Mollner wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen neue Vorsitzende.

Albert Müller vom Chiemgau-Sängerkreis ehrte (von links) Hilde Schinko, Marianne Totzauer und Richard Kalahur. (Foto: Mix)

Stefanie Meckel trat nach 23 Jahren Mitarbeit im Vorstand, davon zehn als erste Vorsitzende, nicht mehr zur Wahl an. Sie betonte, es sei Zeit für eine Verjüngung des Vorstands und für neue Impulse. In Abwesenheit aber mit ihrem Einverständnis wurde Andrea Bonfig-Mollner zur neuen Vorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreterin ist nun Roswitha Lackner, die bisher die Kasse geführt hat. Neue Kassenwartin wurde Irmi Wallner, als Schriftführerin wurde Petra Holzmair im Amt bestätigt.

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Zu Beisitzern mit speziellen Aufgaben gewählt wurden Renate Kling und Barbara Wudke als Notenwarte, Barbara Wudke ist zudem für den gemischten Chor zuständig, Judith Koch für die fördernden Mitglieder, Christine Rosenkranz für die kulturellen Veranstaltungen und Richard Kalahur bleibt Pressewart. Die beiden Kassenprüfer sind Wolfgang Rahn und Anton Sturm.

Chorleiter Richard Kalahur nannte 2018 ein »musikalisch sehr erfolgreiches Jahr«. Bei fünf Auftritten kam das jeweilige Programm bei den Zuhörern sehr gut an. Das erste Konzert »die letzten sieben Worte Jesu« in der katholischen Kirche Traunreut stimmte hervorragend auf die Karwoche ein. Beim Chorfestival in Traunstein hinterließ der Sängerchor laut Kalahur »einen sehr guten Eindruck«. Ein großer Erfolg mit hervorragender Resonanz war das Opernkonzert im k1. Zwei weitere kleinere Auftritte fanden im AWO-Seniorenzentrum und in der Theaterfabrik kurz vor Weihnachten statt.

Die Theaterfabrik ist seit September auch die neue Heimat des Chors, der dort unter sehr guten Voraussetzungen seine Proben abhalten kann und auch schon diesen ersten Auftritt absolvierte.

Im vergangenen Jahr hielt der Sängerchor laut Bericht von Petra Holzmair 43 Proben ab mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 77 Prozent. 38 Sängerinnen und Sänger sowie 41 passive Mitglieder gehören dem Sängerchor aktuell an, was einen Rückgang der Mitgliederzahl um neun Personen gegenüber 2017 bedeutet. Die Kasse schloss laut Roswitha Lackner mit einem Minus in Höhe von 1397 Euro. Das Defizit sei vor allem beim großen Opernkonzert im k1 entstanden. Dabei waren neben dem Sängerchor auch der Gesangsverein Trostberg, der Kirchenchor Palling und das Ruperti Orchester beteiligt, so dass die Einnahmen daraus durch vier geteilt wurden.

Im Rahmen der Versammlung nahm Albert Müller vom Chiemgau Sängerkreis Ehrungen vor. Marianne Totzauer bekam eine Urkunde für 30 Jahre aktives Singen, Hilde Schinko für 40 Jahre und Richard Kalahur wurde für 40 Jahre Chorleitung geehrt. Müller bat eindringlich um Unterstützung, da im Chiemgau Sängerkreis gleich mehrere Vorstandsposten unbesetzt sind und er dringend Mitstreiter braucht. Bürgermeister Klaus Ritter dankte in seinem Grußwort dem Sängerchor dafür, dass er das kulturelle Leben der Stadt immer wieder mit beeindruckenden Konzerten bereichert.

Für 2019 stehen bisher zwei Termine fest: zum 100-jährigen Bestehen des Gesangsvereins Trostberg gibt es ein Konzert in Trostberg am 20. Juli und das große Konzert im k1 ist für 12. Oktober geplant. Weitere Termine werden im Laufe des Jahres noch hinzukommen. mix