Hauptausschuss für 14-Millionen-Euro-Projekt – Stadt erwartet Zuschüsse von Regierung

Neubau von Grundschule Nord und Turnhalle

Traunreut – Ohne Diskussion hat sich der Hauptausschuss des Traunreuter Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, dass die Grundschule Nord und die angegliederte Turnhalle neu gebaut werden. Die Kosten werden auf rund 14 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt erwartet einen Zuschuss der Regierung von Oberbayern in Höhe von fünf Millionen.

Für 14 Millionen Euro soll die Grundschule Nord mit angegliederter Turnhalle neu gebaut werden. Die Regierung von Oberbayern hat jetzt bestätigt, dass Neubauten die wirtschaftlichste Alternative wären. (Foto: Rasch)

Die Regierung von Oberbayern hat bestätigt, dass der Neubau von Schule und Sporthalle die wirtschaftlichste Alternative ist. Ein Gutachten hatte ergeben, dass eine Sanierung der Schule weit über 80 Prozent der förderfähigen Kosten für einen Neubau betragen würde; bei der Sporthalle soll eine Sanierung unter 80 Prozent der förderfähigen Kosten liegen. Nachdem die Regierung aber jetzt auch bei der Sporthalle einen Neubau als wirtschaftlichste Variante bewertet hat, würde dieser Neubau ebenfalls entsprechend gefördert.

Gebaut werden soll das neue Schulhaus ab 2019. Im Haushalt sollen dafür kommendes Jahr Planungsgelder in Höhe von 150 000 Euro, 2019 dann zwei Millionen Euro, 2020 rund acht Millionen Euro und 2021 nochmals rund vier Millionen Euro eingeplant werden. Abzüglich der Fördergelder rechnet die Stadt mit Ausgaben von rund 9,2 Millionen Euro. Darin wären auch die Abbruchkosten von rund 600 000 Euro eingerechnet.

Das neue Schulgebäude soll im nördlichen Bereich des Geländes errichtet werden, damit im alten Gebäude der Unterricht bis zum Umzug weiterlaufen kann. Nach dem Umzug ins neue Gebäude könnte das alte Schulhaus abgerissen und dort die Freianlage gebaut werden. Die Sporthalle wird voraussichtlich auf dem jetzigen Standort neu gebaut, die Schüler müssten dann während der Bauphase für den Sportunterricht in andere Turnhallen im Stadtgebiet ausweichen. Die endgültige Entscheidung soll der Stadtrat in der Sitzung am Montag fällen.

Diskutiert wird über den Neubau oder die Sanierung der Schule bereits seit sieben Jahren. Schulleiter Gunter Kahnert hatte schon im Sommer 2010 erklärt, dass die Schule nach drei Jahrzehnten noch gut in Schuss sei, aber: »Die Bausubstanz ist nicht die beste. Es sind viele versteckte Dinge, die man als Laie gar nicht erkennen kann.« Es hapere vor allem an der Dichtheit der Fenster und der Gebäude-Isolierung: »Wir merken nur, dass sich die Räume in der oberen Etage im Sommer wahnsinnig aufheizen.« Im Winter hingegen funktioniere die Heizungsanlage nicht optimal, weshalb einer der Räume nicht auf eine angenehm warme Temperatur gebracht werden könne, gleichzeitig aber ein zweiter Raum so warm sei, dass man eigentlich die Fenster öffnen müsste. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert. ga