Kater Findus verhält sich wie ein Kind

In einer Familie sollte man Rücksicht aufeinander nehmen. Das findet der Schauspieler Stefan Kurt. Er spielt in einem neuen Film den alten Mann Pettersson, bei dem Kater Findus wohnt. Er meint: Was für den Kater gilt, gilt auch für Kinder.

Pettersson und Findus
Stefan Kurt spielt im Film Pettersson. Foto: Wild Bunch Germany/dpa Foto: dpa

Kater Findus wird immer größer. Das sieht man an den Bleistift-Strichen am Türrahmen, die Findus' großer Freund Pettersson malt. Und daran, dass Findus nicht mehr in sein Bett passt. Außerdem will er ständig etwas alleine machen. All das ist Thema in dem Film »Pettersson und Findus - Findus zieht um«. Er läuft gerade im Kino. Der Schauspieler Stefan Kurt spielt darin Pettersson. Wie es für Findus ist, erwachsen zu werden, erzählt er den dpa-Nachrichten für Kinder.

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Wie merkt man im Film, dass Findus groß wird?

Stefan Kurt: »Früher haben Pettersson und Findus immer zusammen im selben Zimmer geschlafen. Das will Findus dann plötzlich nicht mehr. Er fängt an, frühmorgens um 5 Uhr oder 6 Uhr auf seinem Bett herumzuhüpfen. Und er will Sachen machen, für die er noch viel zu klein ist, etwa alleine einen Ausflug mit dem Zelt. Pettersson hat ihm das eigentlich verboten. Findus hat also plötzlich seinen eigenen Willen - ihm gefällt nicht mehr alles.«

Im Film zieht Findus irgendwann aus dem Haus aus und ins Klohäuschen ein. Das macht Pettersson traurig. Warum?

Stefan Kurt: »Weil er merkt, dass Findus sich von ihm gestört fühlt. Denn Pettersson will morgens noch schlafen, Findus aber will auf seinem Bett herumhüpfen. Da prallen zwei Welten aufeinander. Dann aber kommt ein Fuchs. In der Nacht fürchtet sich Findus vor dem Fuchs und wäre eigentlich ganz froh, wenn Pettersson in der Nähe wäre und ihn ein bisschen beschützt. Da merkt Findus, dass er noch nicht so erwachsen ist, dass er ganz von Zuhause weg will.«

Was können Eltern und Kinder machen, wenn sie sich nicht mehr so gut verstehen?

Stefan Kurt: »Man kann versuchen, jedem so viel Freiheit zu geben, dass er sich wohlfühlt. Trotzdem kann man versuchen, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Miteinander zu leben ist oft nicht einfach, denn jeder hat seinen eigenen Willen. Das ist die große Aufgabe einer jeden Familie, da einen Ausgleich zu finden. Damit jeder sich wohlfühlt und man trotzdem gut zusammenlebt. Das ist glaube ich das Geheimnis einer jeden funktionierenden Familie.«