Filmfestival

Goldener Leopard von Locarno für «A Land Imagined»

Es ist eine Überraschung: Der Spielfilm «A Land Imagined» von Regisseur Yeo Siew Hua hat in Locarno den Goldenen Leoparden erhalten. Als beste Schauspielerin wurde eine Debütantin ausgezeichnet.

Goldener Leopard
Mit dem Goldenen Leoparden von Locarno wurde in diesem Jahr der Spielfilm «A Land Imagined» ausgezeichnet. Foto: Jean-Christophe Bott/Keystone Foto: dpa

Locarno (dpa) - Den Hauptpreis des 71. Internationalen Filmfestivals Locarno, den Goldenen Leoparden, hat überraschend der Spielfilm «A Land Imagined» des Regisseurs Yeo Siew Hua aus Singapur gewonnen. Das gab die Jury unter Vorsitz des chinesischen Regisseurs Jia Zhang-ke am Samstag bekannt.

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Der Film, der in einer Mischung aus Thriller, Lovestory und Baustellenreport moderne Formen der Ausbeutung geißelt, wurde von Produzenten aus Singapur, Frankreich und den Niederlanden finanziert. Als beste Schauspieler wurden die junge rumänische Debütantin Andra Guti für ihre Rolle als rebellischer Teenager in «Alice T.» (Rumänien/Frankreich/Schweiz) und der Südkoreaner KI Joobong als alternder Dichter in «Das Hotel am Fluss» (Südkorea) ausgezeichnet.

Der Preis für die beste Regie ging an die Chilenin Dominga Sotomayor für das in die 1990er Jahre zurückblickende Gesellschaftspanorama «Zu alt, um jung zu sterben» (Chile/Brasilien/Argentinien/Niederlande). Den Spezialpreis der Jury gewann die französische Dokumentation «M» von Regisseurin Yolande Zauberman, eine sensible Wortmeldung zum Thema Kindesmissbrauch.

Im Wettbewerb der den Newcomern vorbehalten Sektion «Cineasti del presente» («Filmemacher der Gegenwart») wurde «Alles ist gut», der erste Spielfilm der deutschen Regisseurin Eva Trobisch, mit dem Preis für den besten Debütfilm ausgezeichnet.

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