Devisen: Euro fällt im US-Handel zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag nach einer zunächst freundlichen Entwicklung im New Yorker Handel wieder zurückgefallen. Ähnlich sah das Bild an den Wall Street aus, wo die wichtigsten Aktienindizes nach einem guten Start ins Minus rutschten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2907 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2932 (Vortag: 1,2916) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7733 (0,7742) Euro gekostet.

Von Marktbeobachtern hieß es, die Aussagen eines hochrangigen US-Notenbankers hätten der Risikofreude an den Finanzmärkten einen Dämpfer versetzt. Nach Einschätzung von Charles Plosser, Chef der Federal Reserve Bank of Philadelphia, setzt die US-Notenbank mit ihrem jüngst beschlossenen Anleihekaufprogramm (QE3) ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Zudem werde die neue Runde der quantitativen Lockerung das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft wohl nicht in Schwung bringen.

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Darunter litt neben den Börsennotierungen auch der Euro, der im Unterschied zum als „sicherer Hafen“ gehandelten Dollar als eher risikobehaftete Anlage gilt. Auch Nachrichten über das immer weiter steigende Haushaltsdefizit des Euro-Krisenlandes Spanien belasteten die Gemeinschaftswährung.