West-Nil-Virus bei Bartkauz in Bayern nachgewiesen

Erlangen (dpa/lby) - Bei einem toten Bartkauz aus einem Wildpark ist erstmals in Bayern das gefährliche West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit. Zum ersten Mal in Deutschland wurde das Virus Ende August ebenfalls bei einem Bartkauz aus einem Zoo in Halle/Saale entdeckt. Der betroffene Vogel im Freistaat lebte in einem Wildpark im oberbayerischen Landkreis Ebersberg.

Bartkauz
Ein Bartkauz. Foto: Filip Singer/EPA/Archiv Foto: dpa

Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Vögel sind die Hauptwirte, wobei die Infektion in den meisten Fällen symptomlos bleibt. Das Virus kann über Mückenstiche auch auf Menschen und Pferde übertragen werden. Bislang ist noch kein Fall bekannt, in dem in Deutschland ein Mensch am West-Nil-Fieber (WNF) erkrankt ist. Es gab bisher auch noch keine Nachweise des Erregers bei Wildvögeln.

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Auch beim Menschen verläuft die Infektion bei 80 Prozent der Betroffenen ohne Symptome. Der Rest kann grippeähnliche Erscheinungen bekommen wie etwa leichtes Fieber. In Einzelfällen - vor allem bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen - könne allerdings auch ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber und Gehirnhautentzündung auftreten. In seltenen Fällen kann diese Erkrankung tödlich enden.

LGL zum West-Nil-Virus

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