Weniger Migranten und mehr Schleuser im ersten Quartal

München (dpa/lby) - Die Bundespolizei hat an den Grenzen Bayerns im ersten Quartal dieses Jahres weniger Migranten aufgegriffen und zugleich mehr Schleuser festgenommen als im Vorjahreszeitraum. »Weil sich die Wirksamkeit der Kontrollen herumgesprochen hat, könnte es sein, dass sich Migranten lieber in die Hände eines Schleusers begeben, um möglichst unerkannt einreisen zu können«, erläuterte der Sprecher der Bundespolizeidirektion München, Thomas Borowik, am Freitag.

Von Januar bis März dieses Jahres zogen die Bundespolizisten in Bayern mehr als 160 (Vergleichszeitraum 2018: rund 130) mutmaßliche Schleuser aus dem Verkehr. Das sei die Hälfte aller Schleuser-Festnahmen bundesweit. Die Beamten stellten knapp 3400 (Vorjahr: 4170) unerlaubte Einreisen fest, ein Drittel aller Fälle bundesweit. Die Eingeschleusten stammten vor allem aus dem Irak, Serbien, Türkei, Moldawien und Afghanistan.

Einige Aufgriffe von Migranten gingen auf das Konto der im vergangenen Jahr neu gegründeten Grenzpolizei. Seit ihrem Start im Spätsommer des vergangenen Jahres hätten diese Beamten bei ihren Grenzkontrollen 25 Migranten festgestellt und an die Bundespolizei übergeben, sagte Borokwik.