Warnstreiks im Münchner Nahverkehr am Donnerstag

München (dpa/lby) - Hunderttausende Münchner müssen am Donnerstag ohne Bus, Tram und U-Bahn zur Arbeit oder in die Schule kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG zu einem Warnstreik am Morgen aufgerufen, um ihre Tarifforderungen durchzusetzen.

Verdi
Eine Fahne von Verdi weht während einer Kundgebung im Wind. Foto: Ina Fassbender/Archiv Foto: dpa

Von vier bis acht Uhr werde keine U-Bahn fahren, bei den Straßenbahnen gebe es massive Einschränkungen, und die Hälfte der Stadtbusse falle aus, sagte MVG-Sprecher Matthias Korte. Erst ab Mittag sei wieder mit einem fahrplanmäßigen Betrieb zu rechnen. S-Bahn und Regionalbusse seien nicht betroffen.

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Bereits am Mittwoch hatte es Warnstreiks im Nahverkehr in Augsburg, Regensburg und Amberg gegeben. Der Kommunale Arbeitgeberverband hat für die 6300 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Bayern 7,5 Prozent mehr Einkommen bei 30 Monaten Laufzeit angeboten. Verdi fordert 7,0 Prozent für zwölf Monate Laufzeit sowie mehr Freizeit. Die dritte Verhandlungsrunde ist am Freitag in Nürnberg angesetzt.

Busfahrer verdienten als Berufsanfänger rund 2600 Euro, mit längerer Berufserfahrung etwa 3200 Euro im Monat, sagte Gewerkschaftssekretär Franz Schütz. «Die Belastung bei den Beschäftigten in München ist sehr hoch, deswegen wollen wir Regelungen zur Entlastung mit dem Arbeitgeber vereinbaren.»