Steinmeier will ländliche Regionen stärken: Besuche

Berlin (dpa) - Mit einer Serie von Reisen in ländliche Gebiete will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diese Regionen unterstützen und ihre manchmal problematische Lage ins Bewusstsein rücken. Zum Auftakt besucht Steinmeier am Mittwoch (18. Juli) zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender die Landkreise Freyung-Grafenau und Passau in Ostbayern. Dort will er sich über die Kooperation von kleinen Kommunen, die Potenziale der mittelständischen Wirtschaft und die Chancen der Digitalisierung für das Zusammenleben auf dem Land informieren, teilte das Präsidialamt am Mittwoch mit.

Das Dorf Ringelai in Bayern
Ringelai im Landkreis Freyung-Grafenau. Foto: Armin Weigel/Archiv Foto: dpa

Unter anderem besucht der Bundespräsident den Ortskern von Perlesreut, der neu gestaltet wurde, um das Dorfleben im Zentrum zu erhalten. In seiner Weihnachtsansprache hatte Steinmeier die teils dramatische Lage in ländlichen Gebieten angesprochen. Es gebe «Orte, in denen es schon lange keine Tankstelle oder Lebensmittelgeschäfte mehr gibt, inzwischen auch die Gaststätte geschlossen ist, die Wege zum Arzt immer weiter werden und die letzte Busverbindung eingestellt ist. Solche Orte gibt es zu viele, im Osten wie im Westen unseres Landes.»

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In seiner Rede hatte er auch die Konsequenzen beschrieben: «Es gibt eine Stille, die bedrohlich werden kann. Denn für die, die geblieben sind, ist das Leben schwer geworden. Und ich kann verstehen, dass die Menschen dort unzufrieden sind, sich sogar abgehängt fühlen.» Gleichzeitig würdigte er aber auch die «Menschen, die diese Stille mit Leben erfüllen.»

Die Entwicklung der ländlichen Räume macht auch der Bundesregierung Sorgen. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland schaffen zu wollen. Dabei geht es auch um ein neues gesamtdeutsches Fördersystem für strukturschwache Regionen sowie Städte und Gemeinden.

Orte und Programm der Reise