Söder: «Große Sympathie» in Union und Bevölkerung für CSU

München (dpa) - Im Streit über die Zurückweisung bestimmter Asylbewerber an den Grenzen sieht die CSU großen Rückhalt für ihre Position in der Bevölkerung und der Union insgesamt. «Mein Eindruck ist, dass es sowohl in der Bevölkerung als auch in der gesamten Union große Sympathie und großes Verständnis gibt für unseren Weg», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch vor einer CSU-Fraktionssitzung in München. Ohne Kanzlerin Angela Merkel (CDU) namentlich zu nennen, betonte er: «Wer sagt, dass 2015 sich nicht wiederholen darf, der muss auch konsequente und weitreichende Schritte gehen, und das wollen wir tun.»

Markus Söder (CSU)
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Lino Mirgeler/Archiv Foto: dpa

Söder stellte sich ebenso wie die Fraktion hinter Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer. «Die Vorschläge, die in Berlin gemacht wurden, sind sehr gut, die sind der berühmte Doppelpass zwischen Bayern und Berlin. Und wir arbeiten jetzt daran, dass es umgesetzt wird.» Seehofer hatte vor Kurzem einen sogenannten Masterplan zur Migrationspolitik angekündigt. Das Konzept sieht nach Medieninformationen vor, dass die Bundespolizei einen Teil der Asylbewerber auch gleich an der Grenze zurückweist. Die eigentlich für Dienstag geplante Vorstellung des Konzepts wurde allerdings kurzfristig verschoben. Hintergrund sind Differenzen mit Merkel.

Anzeige

Söder wollte am Mittwochabend und damit früher als ursprünglich geplant nach Berlin fahren, wo er am Donnerstag an der Ministerpräsidentenkonferenz teilnimmt. Er sagte deshalb auch einen länger geplanten Partei-Auftritt in München am Abend ab.