Schlag gegen Geldfälscher: Durchsuchungen

Hunderte Polizisten gehen europaweit gegen Geldfälscher vor. Auch in Bayern gibt es Aktionen - und einen Haftbefehl.

Polizei
Ein Polizeifahrzeug steht während einer Verkehrskontrolle mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa

Bamberg/München (dpa/lby) - Im Rahmen einer internationalen Razzia ist die Polizei gegen mutmaßliche Geldfälscher in Bayern vorgegangen. Mehr als 150 Polizisten durchsuchten in dieser Woche 28 Objekte von 24 Verdächtigen im Freistaat. Sie stellten Falschgeld, Drogen und Waffen sicher. Gegen einen 53-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Geldfälschung erlassen. Er war von der Kripo in Regensburg festgenommen worden.

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In einem eigenen Ermittlungsverfahren durchsuchten Falschgeldexperten außerdem fünf weitere Wohnungen in München, im Landkreis Dachau und im Landkreis Kitzingen, wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in München mitteilte.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Falschgelddruckerei in Leoben (Österreich). Ein 32-Jähriger produzierte dort 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten und verkaufte diese im sogenannten Darknet, einem verborgenen Teil des Internets. So sollen die Blüten europaweit in Umlauf gebracht worden sein. Der Mann muss sich zurzeit in Österreich vor Gericht verantworten. Der 32-Jährige soll auch Packstationen in Bayern für seine Straftaten benutzt haben. Zahlreiche Verdächtige sollen die Falschnoten gekauft haben: In 220 Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung eingeleitet.

Unter Federführung der europäischen Polizeibehörde Europol gingen Beamte in 13 Staaten gleichzeitig gegen die Geldfälscher vor. In Deutschland waren 900 Polizisten an fast 180 Durchsuchungen in allen Bundesländern beteiligt. Gegen 160 Verdächtige wird hierzulande ermittelt. Die Zentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und die Falschgeldzentralstelle des LKA haben die Aktionen in Deutschland koordiniert.

Mitteilung

Europol