Rege Nachfrage nach Hebammenbonus

München (dpa/lby) - Der Hebammenbonus der Staatsregierung stößt auf rege Nachfrage: Laut Gesundheitsministerium haben 75 Hebammen einen Antrag auf die Unterstützung gestellt. Seit dem 1. September haben freiberufliche Hebammen die Möglichkeit, einen jährlichen Zuschuss von 1000 Euro zu bekommen. «Mit dem Geld wollen wir auch unsere Anerkennung für den Einsatz der Hebammen für Mutter und Kind deutlich machen. Denn Hebammen leisten vor, während und nach der Geburt Großartiges für die Familien», sagte Ministerin Melanie Huml (CSU). Für den Bonus würden 2018 vier Millionen Euro bereitgestellt.

Ein Schild mit dem Schriftzug Bitte nicht stören
Ein Schild mit dem Schriftzug "Geburt - Bitte nicht stören". Foto: Stefan Sauer/Archiv Foto: dpa

Anspruchsberechtigt sind laut Ministerium neben freiberuflichen auch angestellte Hebammen, wenn diese neben ihrer Festanstellung noch freiberuflich in der Geburtshilfe tätig sind. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass Arbeitsstätte sowie Hauptwohnsitz in Bayern liegen. Die Prämie wird rückwirkend beantragt. Deshalb sind auch Nachweise der Hebammen über deren freiberufliche Tätigkeit in der Geburtshilfe für das vorangegangene Jahr beizufügen.

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Auch Kommunen sollen unterstützt werden, um die Hebammenversorgung sicherstellen zu können. Mit dem «Zukunftsprogramm Geburtshilfe» sollen Landkreise und kreisfreie Städte noch in diesem Jahr für jedes neugeborene Kind eine Förderung von bis zu 40 Euro erhalten. Dieses Geld können sie zur Verbesserung der Hebammenversorgung verwenden.

Hebammenbonus