Raser will Polizeiwaffe an sich reißen

München (dpa/lby) - Bei einer Verkehrskontrolle in München hat ein 22-Jähriger versucht, einem Polizisten die Waffe aus dem Holster zu reißen. Das teilte die Polizei mit. Der Münchner sei in der Nacht zu Dienstag aufgrund eines »erheblichen Geschwindigkeitsverstoßes« angehalten worden. Darauf habe er sich geweigert, sich auszuweisen. Der Fahrer versuchte zu fliehen und attackierte die Beamten mit Tritten und Schlägen. Dabei verletzte er mehrere leicht.

Dienstwaffe
Die Dienstwaffe eines Bundespolizisten steckt in seinem Holster. Foto: Wolfgang Kumm/Archivbild Foto: dpa

Als der 22-Jährige gefesselt werden sollte, versuchte er ohne Erfolg, an die Waffe zu gelangen. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten der Mitteilung zufolge »eine geringe Menge Marihuana und Kokain« sowie »eine größere Menge Bargeld«.

Eine Hausdurchsuchung förderte außerdem größere Bargeldbeträge, hochwertige Uhren, eine täuschend echt aussehende Waffenkopie sowie Konsum- und Handelsutensilien für Betäubungsmittel zu Tage.

Der 22-Jährige wurde wegen Betäubungsmittelhandel, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie versuchten Raubes der Dienstwaffe angezeigt.

Pressemitteilung Polizei