Naturgefahren: Landkreis Deggendorf am stärksten betroffen

München (dpa/lby) - Hochwasser, Sturm und Hagel haben in den vergangenen 15 Jahren vor allem den Menschen im niederbayerischen Landkreis Deggendorf finanziell zu schaffen gemacht. Extreme Wetterereignisse hätten von 2002 bis 2016 an den Gebäuden in der Region einen Schaden von durchschnittlich 13 800 Euro angerichtet, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Langzeitbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. In keinem anderen Landkreis im Bundesgebiet und dem Freistaat sei der Schaden bei Naturgefahren höher gewesen. Ein Grund dafür sei das schwere Hochwasser im Sommer 2013 rund um Deggendorf gewesen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Hochwasser"
Ein Schild mit der Aufschrift "Hochwasser". Foto: Stefan Puchner/Archiv Foto: dpa

Im Ranking des GDV landeten zwei weitere niederbayerische Regionen auf dem zweiten und dritten Platz: Im Landkreis Rottal-Inn lag der Schaden in dem Zeitraum im Durchschnitt bei 13 200 Euro und in der Stadt Passau bei 12 900. Am glimpflichsten kamen die Bewohner der mittelfränkischen Stadt Schwabach davon. In den 15 Jahren betrug der Schaden an Gebäuden durch Unwetter durchschnittlich rund 500 Euro.

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Nach Angaben des GDV sind nur 32 Prozent der Häuser in Bayern gegen Elementarrisiken wie Starkregen, Hochwasser oder Schneedruck versichert.

Schadenskarte pro Bundesland und Landkreis