Nach kurioser Wende in Mordprozess sitzt Opfer in U-Haft

Passau (dpa/lby) - Nach der kuriosen Wende in einem Prozess wegen versuchten Mordes in Passau sitzt nun das 68 Jahre alte Opfer seit Dienstag in Untersuchungshaft. Die 51 Jahre alte Frau des Mannes ist vor dem Passauer Landgericht angeklagt, weil sie ihn durch die heimliche Gabe von Blutverdünner angeblich umbringen wollte. Die Frau bestreitet die Vorwürfe. Am Montag hatte der Mann in der Verhandlung behauptet, er habe das Medikament selbst eingenommen. Der Richter erließ daraufhin Haftbefehl gegen ihn. Der Grund: Uneidliche Falschaussage und Verdunklungsgefahr, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Landgericht Passau
Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht - Amtsgericht - Betreuungsgericht" ist an der Fassade vom Landgericht angebracht. Foto: Matthias Balk/Archiv Foto: dpa

Der Mann hatte die vergangenen Verhandlungstage im Zuschauerraum gesessen und von dort gerufen, er habe die Medikamente selbst eingenommen. Später vernahm ihn das Gericht dann offiziell als Zeuge. Als der 68-Jährige bei seiner Aussage blieb, wurde er vorübergehend festgenommen.

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Mitteilung des Gerichts zu dem Fall