Messerstecher von Nürnberg legt Geständnis ab

Nürnberg (dpa/lby) - Nach der Messerattacke auf drei Frauen Mitte Dezember in Nürnberg hat der 38 Jahre alte mutmaßliche Angreifer die Taten gestanden. Der Mann habe Ende Januar von sich aus um einen Vernehmungstermin gebeten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. »Er gab an, sein Gewissen erleichtern zu wollen.« Zuvor berichtete »nordbayern.de« darüber.

Der Eingangsbereich der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
Der Eingangsbereich der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Foto: Daniel Karmann/Archiv Foto: dpa

Der aus Sachsen-Anhalt stammende Tatverdächtige soll am 13. Dezember drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen haben. Alle drei Opfer wurden am Oberkörper schwer verletzt, zwei der Frauen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Eine Polizeistreife hatte den mehrfach vorbestraften Deutschen ohne festen Wohnsitz einen Tag nach der Tat festgenommen. Auf ihn hatten die Beschreibungen der Opfer sowie von Zeugen gepasst. Außerdem hatte er die Tatwaffe dabei - ein Messer. Für die Ermittler erhärtete sich der Tatverdacht unter anderem durch DNA-Spuren eines Opfers an dem Tatmesser.

Zum Motiv machte der Mann laut der Sprecherin keine konkreten Angaben. Er könne sich die Taten selbst nicht erklären. Es seien Zufallsopfer gewesen. Er habe nach seinen Angaben keine der Frauen gezielt ausgesucht.

Das Geständnis müsse nun überprüft werden, erläuterte die Sprecherin. Auch ein psychiatrisches Gutachten werde zur Abklärung der Schuldfähigkeit des Mannes in Auftrag gegeben. Dies sei in solchen Fällen Routine. Dem 38-Jährigen wird versuchter Mord in drei Fällen vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft.