Kostenexplosion droht auf Freisinger Domberg

Freising (dpa/lby) - Wegen einer drohenden Kostenexplosion bei der Neugestaltung des Kardinal-Döpfner-Hauses auf dem Freisinger Domberg hat die katholische Kirche jetzt die Notbremse gezogen. Wegen der erwarteten »massiven Kostensteigerungen« könne man den Siegerentwurf nicht realisieren, teilte die Erzdiözese München und Freising am Donnerstag mit. »Die ermittelten Kosten für das Kardinal-Döpfner-Haus liegen weit über unserem Rahmen«, so der Generalvikar Peter Beer. Man rechne mittlerweile mit 94 Millionen Euro für das Bildungshaus, die im Wettbewerb vorgegebene Obergrenze liege bei 53 Millionen.

Blick auf Domkirche in Freising
Die Domkirche St. Maria und St. Korbinian auf dem Freisinger Domberg. Foto: Andreas Gebert/Archiv Foto: dpa

»Der Siegerentwurf wird definitiv nicht realisiert«, bestätigte Bistums-Sprecher Christoph Kappes. Zurzeit werde überlegt, wie man bei der geplanten Neugestaltung und Sanierung des Hauses fortfahre, ein weiterer Wettbewerb sei aber unwahrscheinlich, so Kappes.

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Die im Sommer 2018 begonnene Neugestaltung des Freisinger Dombergs mit Kardinal-Döpfner-Haus, Diözesanmuseum, Domgymnasium und Freiflächen soll insgesamt mehr als 200 Millionen Euro kosten und 2023 beendet sein.

Pressemitteilung der Erzdiözese