»Ist auch was fürs Herz«: Oberfranken in Schneelaune

Gößweinstein (dpa/lby) - Während der Süden Bayerns und Österreich unter den Schneemassen stöhnen, freuen sich die Oberfranken, dass dort der Wintersport jetzt richtig in Gang kommt. »Wir freuen uns auf wunderbaren Schnee, sind aber auch erleichtert, von Katastrophen wie im Alpenraum verschont zu bleiben», sagte am Freitag der Geschäftsführer der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Ferdinand Reb. Inzwischen seien an dem gut 1000 Meter hohen Ochsenkopf fast alle Lifte in Betrieb. Nur der Sessellift am Nordhang bleibe noch geschlossen, weil hier noch Bäume gefällt werden müssten, die wegen der Schneelast auf das Seil zu stürzen drohten, erklärte Reb.

Winter im Fichtelgebirge
Mit dichtem Schnee bedeckte Fichten sind neben dem Seehaus nahe des Berges Neußhardt zu sehen. Foto: Nicolas Armer/Archiv Foto: dpa

Auch in der Fränkischen Schweiz ist die Freude groß. »Die weiße Pracht ist auch was fürs Herz«, sagte der Erste Bürgermeister von Gößweinstein (Landkreis Forchheim), Hanngörg Zimmermann. Auch wenn er wegen der jetzt startenden Räumdienste mit einem bangen Auge an seine Bauhofmitarbeiter denke, gehöre der Schnee zu dieser Jahreszeit doch einfach dazu. Die Marktgemeinde auf 450 Meter Höhe bietet Schneeschuhwanderungen und Langlauf auf einer gespurten Loipe im Ortsteil Wichsenstein an.

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Mit Blick in den Süden Bayerns sagte Zimmermann: »Die eingeschneiten Menschen dort tun mir leid. Wir prüfen derzeit, ob unsere Feuerwehr Unterstützungsleistungen erbringen kann.« So seien in der Nacht zum Freitag zwei Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Forchheim nach Berchtesgaden entsandt worden, um dort Schneelastmessungen auf den Dächern durchzuführen.

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