Ermittler durchkämmen Wald im Vermisstenfall Brigitte V.

Seit Jahren fehlt jede Spur von einer vierfachen Mutter aus Unterfranken. Die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY ...ungelöst» greift den Fall auf. Einige Stunden später rückt die Polizei zu einem Großeinsatz aus.

Burgsinn (dpa/lby) - Im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall Brigitte Volkert hat die Polizei am Donnerstag ein Waldgebiet im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart abgesucht. Rund 100 Beamte durchkämmten nach Angaben eines Sprechers das unwegsame und steile Gelände am Ortsrand von Burgsinn. Unter anderem suchten die Polizisten nach Handys. Die seit 2005 vermisste Frau soll mehrere Mobiltelefone genutzt haben, die seit ihrem Verschwinden nicht mehr aufgetaucht sind. Die Suche in dem Waldstück sollte bis zum Nachmittag andauern.

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Die Hundertschaft der Bereitschaftspolizei ging in einer langen Reihe nebeneinander durch das Gebiet und tastete den Boden mit Stöcken ab. Zur Unterstützung überflog ein Hubschrauber den Wald.

Am Mittwochabend hatte die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ...ungelöst» den Fall aufgegriffen. Es seien während der Sendung und danach mehrere Hinweise eingegangen, berichtete der Sprecher. Ob es einen Zusammenhang zu der Suchaktion gibt, gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

Brigitte Volkert wird seit 13 Jahren vermisst. Die damals 27-jährige Mutter von vier Kindern hatte Ende November 2005 ihr Wohnhaus verlassen, war aber nicht mehr zurückgekehrt. Die Ermittler hatten im Juli diesen Jahres den Vermisstenfall im Rahmen sogenannter «Cold Case Ermittlungen» neu aufgerollt. Die Behörden gehen von einem Gewaltverbrechen aus.

Hintergründe zum Vermisstenfall

Polizeimitteilung zur Walddurchsuchung