Eisenmenger verhindert Sektionstisch als Restaurantmöbel

München (dpa/lby) - Ein Sektionstisch aus schwarzem Marmor, noch aus der Zeit von Prinzregent Luitpold: Hier wurde der Leichnam des ermordeten Schauspielers Walter Sedlmayr (1926-1990) obduziert - und an dem Tisch wollte ein Münchner Gastronom seine Gäste bewirten. Doch dem Mann machte der Gerichtsmediziner Wolfgang Eisenmenger einen Strich durch die Rechnung: »Wir sind erst gar nicht in die Verhandlungen getreten«, sagte der 74-jährige Eisenmenger der »Süddeutschen Zeitung« (Freitag). »Das haben wir aus ethischen Gründen abgelehnt.« Hintergrund der obskuren Kaufnachfrage war ein Standortwechsel der Münchner Rechtsmedizin vor einigen Jahren.

Wolfgang Eisenmenger
Der Gerichtsmediziner Wolfgang Eisenmenger steht hinter einem stählernen Seziertisch. Foto: Peter Kneffel/Archiv Foto: dpa

Interview "Süddeutsche Zeitung" (Bezahlschranke)

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