Ein Toter bei heftigen Unwettern im Freistaat

Wieder haben Gewitter Teile Bayerns heimgesucht. Schwaben, Nieder- und Oberbayern waren besonders betroffen. In Garmisch-Partenkirchen kam ein Mann ums Leben.

Blaulicht
Das Blaulicht eines Streifenwagens blinkt. Foto: Jens Wolf/Archiv Foto: dpa

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) - Ein Toter, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: Wieder haben Unwetter in Teilen Bayerns gewütet. Betroffen waren Niederbayern, der Süden Oberbayerns und Schwaben. In Garmisch-Partenkirchen ist ein Mann in der Partnach von den Wassermassen mitgerissen worden und gestorben. Auch am Mittwoch gab es in Teilen Südbayerns noch Dauerregen. Im Alpenraum sollte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Donnerstagnacht bis zu 70 Liter pro Quadratmeter regnen.

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Rettungskräfte hatten in Garmisch mehrere Stunden lang nach dem vermissten 52-Jährigen gesucht. Nach Angaben der Polizei war der Mann am Dienstagnachmittag mit dem Auto auf einer überfluteten Straße unterwegs. Als er nicht mehr weiterfahren konnte, verließ er seinen Wagen und wurde von den Wassermassen mitgerissen. Ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen war eine Schülergruppe zeitweise in der Partnachklamm vom Wasser eingeschlossen, konnte sich laut Polizeiangaben aber selbst wieder befreien.

In ganz Oberbayern habe es diverse Einsätze wegen umgestürzter Bäume und gefluteter Fahrbahnen gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim. Neben der Region um Garmisch war demnach auch der Landkreis Weilheim-Schongau besonders betroffen. Es habe einige Unfälle wegen Aquaplanings gegeben. Dabei seien mehrere Personen leicht verletzt worden.

Auf der Autobahn 7 im Landkreis Oberallgäu krachte es im strömenden Regen mehrfach. Insgesamt entstand bei den Unfällen ein Schaden in Höhe von rund 300 000 Euro, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Verletzt wurde niemand.

In Rettenberg im Oberallgäu wurden am Dienstagnachmittag mehrere Häuser teilweise überschwemmt. Straßen seien von Wasser, Geröll und Schlamm überflutet worden, sagte ein Polizeisprecher. In Obergünzburg (Kreis Ostallgäu) kam ein 21-Jähriger mit seinem Traktor und einem Viehanhänger von einem aufgeweichten Waldweg ab und prallte gegen einen Baum. Dabei fiel sein jugendlicher Bruder vom Beifahrersitz des Traktors und wurde unter dem Viehanhänger, der mit zwei Rindern beladen war, eingeklemmt. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Auch in Niederbayern waren die Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch im Dauereinsatz. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, kam es zu 60 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Wetter. Straßen waren überschwemmt und vorübergehend gesperrt, darunter auch ein Teil der Bundesstraße 301. Autos wurden weggespült, Keller geflutet und Bäume umgestürzt.

Besonders betroffen waren die Stadt sowie der Landkreis Landshut und der Großraum Bayerischer Wald. In Landshut evakuierte die Polizei mehrere Häuser wegen Überflutungsgefahr. Rund 80 Bewohner wurden gegen Mitternacht aus ihren Häusern - viele aus dem Bett - geklingelt. Sie wurden mit Bussen in eine Halle gefahren und konnten am frühen Morgen in ihre Häuser zurückkehren.

In Mauth (Landkreis Freyung-Grafenau) drohte ein komplettes Sägewerk weggeschwemmt zu werden. Die Feuerwehr musste sich zwischenzeitlich zurückziehen. Nach rund zwei Stunden gab es Entwarnung. Es habe keine Gefahr mehr für Menschen und das Gebäude bestanden, teilte die Polizei mit. Im Nationalpark Bayerischer Wald bleibt nach dem Unwetter wegen eines Schadens am Gehweg das Rothirschgehege bis Anfang kommender Woche für Besucher geschlossen.

Mitteilung der Polizei

Mitteilung der Polizei Niederbayern

Mitteilung Stadt Landshut