Club-WM und Global Nations League: Kritik von Rummenigge

München (dpa) - In der Debatte um eine Ausweitung von Club-WM und Global Nations League hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA scharf kritisiert. «Ich muss offen und ehrlich sagen, ich sehe langsam die FIFA und die UEFA in einer Situation, die, ich muss fast sagen, schamlos und aggressiv, die Gesundheit der Spieler gefährdet», beschwerte sich Rummenigge am Dienstag vor dem Abflug des FC Bayern zum Champions-League-Spiel bei Besiktas Istanbul.

Karl-Heinz Rummenigge
Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Sven Hoppe/Archiv Foto: dpa

Nach Ansicht des 62-Jährigen müsste man in der Debatte zwei Dinge berücksichtigen. «Erstens sollen die Clubs eine Club-WM spielen, also müssen wir damit einverstanden sein und werden es sicher nicht akzeptieren, dass irgendeine Entscheidung gefällt wird, die uns nicht gefallen wird. Zweitens ist die Global Nations League wieder einmal der Beweis, dass kontinuierlich in den letzten 20 Jahren Wettbewerbe der Nationalmannschaften ausgedehnt werden», erläuterte Rummenigge.

Anzeige

Rummenigge empfahl FIFA und UEFA, «die Rechnung nicht ohne die ECA (Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine), ohne die Clubs, zu machen.»

Ende dieser Woche berät das sogenannte FIFA-Council in Bogota über die Zukunft diverser Wettbewerbe. Unter anderem geht es um Club-WM und Global Nations League. FIFA-Präsident Gianni Infantino will die Club-WM von derzeit sieben auf bis zu 24 Teams ausweiten und als Nachfolger des Confederations Cup als Sommer-Turnier etablieren. Das wird von der UEFA und den europäischen Spitzenclubs abgelehnt. Die UEFA um Präsident Aleksander Ceferin will hingegen ihre neue Nations League zu einer Global Nations League ausbauen.

Spielplan FC Bayern

Bayern-Kader

Bundesliga-Spielplan

Bundesliga-Tabelle

FCB-Kader für Istanbul