Baywa-Gewinn schrumpft um zwei Drittel

Die Landwirtschaft hängt von den Launen des Wetters ab - Deutschlands größter Agrarhändler Baywa bekommt das immer wieder zu spüren.

Baywa
Das Logo der BayWa AG an der Firmenzentrale in München. Foto: Andreas Gebert/Archiv Foto: dpa

München (dpa/lby) - Beim Agrardienstleistungskonzern Baywa ist der Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um mehr als zwei Drittel geschrumpft. Hauptursache war vor allem ein laut Unternehmen erwartetes Minus bei den erneuerbaren Energien. Das operative Ergebnis sank daher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 90 auf 28 Millionen Euro, wie die Baywa am Donnerstag in München mitteilte.

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Die Baywa baut und verkauft seit einigen Jahren auch Wind-, Sonnen- und Biomasseanlagen. Bis zum Jahresende will Vorstandschef Klaus Josef Lutz den Einbruch aber wieder ausgleichen. Denn im letzten Quartal sollen noch mehrere große Solar- und Windparks verkauft werden, verbunden mit der Erwartung eines »signifikanten Ergebnissprungs«. Für das Gesamtjahr erwartet die Baywa daher einen Vorsteuergewinn auf Höhe des Vorjahrs.

Doch auch die Dürre dieses Sommers ist an der Baywa nicht spurlos vorbeigegangen: In Deutschland verkaufte das Unternehmen im Geschäftsbereich Agrar weniger Betriebsmittel - dazu zählen unter anderem Dünger und Pflanzenschutzmittel - an die Bauern. Außerdem stiegen die Transportkosten wegen des Niedrigwassers in den Flüssen. »Wir erleben hier eines der schwierigsten Agrarjahre der letzten fünfzig Jahre«, sagte Lutz. Auf der anderen Seite profitierte die Baywa jedoch im internationalen Handel von den stark gestiegenen Weizenpreisen.