AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag muss gehen

München (dpa/lby) - Die Querelen in Bayerns AfD-Landtagsfraktion nehmen kein Ende. Nun hat sich die Fraktion von ihrem Geschäftsführer Ralf Özkara getrennt, wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte: Die Fraktion habe bereits am Dienstag »die Zusammenarbeit beendet«. Ansonsten äußere man sich aber nicht zu Personalangelegenheiten.

Ralf Özkara (AfD)
Der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer der AfD im bayerischen Landtag, Ralf Özkara. Foto: Marijan Murat/Archivbild Foto: dpa

Nach Angaben von Teilnehmern sprach sich die Fraktion aber mit großer Mehrheit und bei nur einzelnen Gegenstimmen und Enthaltungen für die Kündigung aus. Özkara war bis zum Herbst 2018 AfD-Vorsitzender in Baden-Württemberg, dann aber von seinem Amt zurückgetreten und als Mitarbeiter der AfD-Fraktion nach München gewechselt.

Die bayerische AfD befindet sich seit Wochen in Turbulenzen. Für Schlagzeilen sorgten vor allem die Fraktionsaustritte zweier Landtagsabgeordneter, darunter der bisherige Fraktionschef Markus Plenk, der versuchte und dann abgeblasene Rauswurf eines weiteren Parlamentariers sowie der Ärger um zwei schließlich entlassene Fraktionsmitarbeiter - Özkara ist nun bereits der dritte. Am Dienstag gab Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner ihren Rückzug aus dem AfD-Landesvorstand bekannt - kurz nachdem Landeschef Martin Sichert einen Parteitag noch vor der Sommerpause angekündigt hatte, möglicherweise mit einer Neuwahl des gesamten Landesvorstands.